SV Schwarzmüller Freinberg
SV Schwarzmüller Freinberg

3:2-Erfolg: Bei 32 Grad zittern um den hochverdienten Sieg

Die Saison 2026/27 ist gestartet. Bei unserem SV Schwarzmüller Freinberg hat sich einiges im Kader getan. Die Sportliche Leitung um Matthias Helmberger, die Vereinsführung mit Rene Brummer an der Spitze und vor allem unsere Trainer - federführend Coach Hans Haslinger - haben das Team verändert. Zwar müssen wir auf einige etablierte Spieler verzichten, die uns verlassen haben oder sich in den “Ruhestand” verabschiedeten. Dafür kamen jedoch einige neue Player, die heiß auf das Abenteuer SVF sind. Wie weit das Ganze sich entwickelt werden wir am Ende der Spielzeit sehen.

Zum Auftakt der neuen Spielzeit musste unsere Kampfmannschaft zur 1b des Regionalligisten Bad Schallerbach. Ein junges Team, dessen Spieler in die Erste drängen. Doch mit dem Anpfiff wurde es klar, an diesem Tag regiert hier der SV Schwarzmüller Freinberg. Trainer Hans Haslinger setzte von Beginn an auf drei Neuzugänge in der Startelf, die genauso wie die weiteren Spieler, einen guten Eindruck hinterließen. Man setzte den Gegner unter Druck, drängte nach vorne und erspielte sich Chancen über Chancen. Gefühlt gab es in der ersten Hälfte jede Minute eine Möglichkeit für unser Team, aber auch fast genauso oft ließen wir diese liegen - darunter einige Hundertprozentige. Unfassbar als nach knapp 10 Minuten Schallerbach in Führung ging. Es war das erste Mal, dass sie vor unserem Tor auftauchten.

Bis zur Halbzeit konnten wir das Match drehen und mit 2:1 in Führung gehen. Möglich wäre aber ein halbes Dutzend an Treffern gewesen. Danach “glänzte” eigentlich nur noch ein Mann auf dem Platz, der Schiri. Mit unmöglichen Entscheidungen, unverständlichen Karten und klaren Benachteiligungen sorgte er dafür, dass das Match zerfahren wurde, und der Gegner besser ins Spiel kam. Doch Schwamm drüber. Am Ende gab es einen mehr als verdienten 3:2-Erfolg, es wäre dabei auch ein Kantersieg möglich gewesen. Der Start in die neue Saison ist also gelungen, der nächste Gegner wartet. Am Sonntag, ab 16 Uhr, gastiert Stroheim in Freinberg. Diese starteten mit einem 2:2-Remis, wobei sie zur Halbzeit mit 2:0 in Front lagen. Es heißt also den Gegner nicht zu unterschätzen und mit Konzentration ans Werk zu gehen. Ein Dreier in diesem Spiel könnte uns weitere Power bringen und unsere Tabellensituation festigen. Wir hoffen.

Für unsere 1b beginnt mit der Partie gegen Stroheim (14 Uhr) die Saison. Leider gibt es in unserer Klasse einige Vereine, die in diesem Bewerb ohne Team agieren können. Für unsere Zweite also ein Mini-Wettbewerb. Wir hoffen auf einen erfolgreichen Einstand und wünschen unserer Kampfmannschaft und unserer 1b viel Erfolg. In der letzten Saison spielte unsere Erste 1:0 und 1:1 gegen Stroheim, die 1b siegte mit 2:1 und verlor 1:4.

  • 5.: Nach einem temporeichen, einsatzfreudigen Beginn, gewürzt mit ein paar Torraumszenen, muss sich Schallerbachs Goalie lang machen, um einen Hammer, von der Strafraumgrenze abgezogen, zu entschärfen. Und dabei merkte einer unser “Altinternationalen” an. “Jedenfalls haben wir bereits mehr in Richtung gegnerisches Tor geschossen, als im gesamten letzten Testspiel in St. Roman”.
  • 9.: Nach weiteren Top-Einschussmöglichkeiten taucht auch der Gegner erstmals in unserem 16er auf. Nach einem Konter aus abseitsverdächtiger Position, unterstützt von einem Abwehrfehler, schiebt der Gastgeber zum 1:0 ein. Unbegreiflich. Doch Freinberg bleibt auch danach im Vorwärtsgang.
  • 13.: Ratzi sprintet über rechts, toller Rückpass auf Sergej, der aus 11 Metern unbedrängt am Tor vorbei schießt. Das musste der Ausgleich sein.
  • 19.: Zu kurze Abwehr des Torwarts, aber auch hier kann unser Team kein Kapital schlagen, der Chancenwucher nimmt dramatische Züge an.
  • 23.: SVF hat in einer Szene gleich vier Möglichkeiten. Beim letzten klatscht die Kugel an den Pfosten. Den Abpraller verwertet Kapitän Sergio Tomm zum hochverdienten 1:1-Ausgleich. Bisher spielt in dieser Begegnung nur unsere Elf.
  • 30.: Leo tankt sich bis zum Kasten durch, doch wieder folgt ein Abschluss, der dem Torwart keine Mühe macht.
  • 31.: Freinberger Freistoß aus dem Mittelfeld. Der letzte Mann foult unseren Spieler, der alleine aufs Tor gezogen wäre, an der Strafraumgrenze. Statt Rot gibt es nur die Gelbe Karte.
  • 32.: Corner des SVF landet an der Querlatte, der folgende Schuss klatscht an den Pfosten, danach kann der Goalie entschärfen, jetzt ist aber Leo zur Stelle und bringt den SVF aus 5 Metern mit 2:1 in Führung. Und diese ist mehr als hochverdient. Das ist auch der Pausenstand in einem Match, in dem Freinberg eine Möglichkeit nach der anderen hat, während der Kontrahent unseren Strafraum nur aus der Ferne sieht.
  • 46.: Unparteiisch sieht anders aus. Gleich zum Beginn der zweiten 45 Minuten wird es gelinde gesagt merkwürdig. Wir schießen ein und bejubeln das vermeintliche 3:1. Doch, o Schreck, Leos Tor war nach Meinung des Referees “Abseits”. Eine Ansicht, die niemand mit ihm teilt, auch nicht der Wachler. Nur Sekunden später wird ein Freinberger klar im Strafraum gefoult, wieder hat der Mann an der Pfeife eine Alleinansicht, der Pfiff bleibt aus, das Spiel läuft weiter. Das hat einen seltsamen Geschmack.
  • 54.: Flanke, Kopfball, der Ball landet neben dem Kasten. Es geht weiter wie vor der Pause.
  • 56.: Neuzugang Martin Marhal ballert aus 22m auf den Kasten, der Torhüter muss alles aufbieten, um einen Einschlag zu verhindern.
  • 63.: Unser Goalie kommt bei einem Angriff nicht raus, nach einem Rückpass vertändelt er danach die Kugel. Die Gastgeber sagen danke und lochen mühelos zum Ausgleich ein. Das war bitter…
  • 75.: Unser Glücksmoment. Ein 35m-Kracher bringt die Latte zum Beben. Uns fällt ein Stein vom Herzen. Weiterhin steht es Unentschieden.
  • 78.: Leo macht den Sack zu. Er wird steil durch die Schnittstelle geschickt, schlägt einen Haken um den heraus eilenden Torwart und macht dann mühelos das 3:2. Jubel auf dem Platz und auf der von Freinbergern dominierten Tribüne. Danach ist der SVF auf der Hut und bringt den 3:2-Erfolg über die Zeit.

Am Ende heißt es kurz und knapp: Ein Sieg, der hochverdient war. Ein Schiri, der uns fast verzweifeln ließ. Zwei Gegentore, die nie fallen durften und der totale Chancenwucher, der uns bis zum Schluss zittern ließ.

Leider hatten wir in der letzten Saison bei der Meisterschaftsvergabe nichts mitzureden, doch aufgepasst, einen Titel sicherte sich die Kampfmannschaft des SV Schwarzmüller Freinberg doch. In ihrer Klasse, der 2. West-Nord, wurden sie vom OÖ Fussballverband als fairstes Team ausgezeichnet. Darauf kann man aufbauen. Es heißt also fair bleiben, aber gleichzeitig mehr Siege einfahren, dann klappt es vielleicht neben dem Fairness auch mit dem Meistertitel. Noch ist alles möglich…

Dass Leistungen und Engagement auch im Berufsleben zählen, beweist der weitere Aufstieg von SVF-Jugendleiter Christoph Häusler. Zehn Jahre führte er die Lokalredaktion der “Passauer Neuen Presse” in Plattling. Jetzt wurde der 33-Jährige zum Leiter der Ausgabe in Vilshofen berufen. Eine wichtige Funktion, in einem Kerngebiet der PNP. Dort, wo einst der international bekannte “Politische Aschermittwoch” im “Wolferstetter Keller” aus der Taufe gehoben wurde, liegt jetzt sein “neues Spielfeld”. Wir gratulieren unserem Christoph und wünschen ihm weiterhin beruflichen Erfolg, Glück in seiner Familie (Ehefrau und drei Kinder im Alter von 9, 6 Jahren, sowie einem Monat) und natürlich hier im Sportverein Freinberg, dem er auch schon so manches Mal seinen Stempel aufdrückte und der für ihn mittlerweile “sein” Fußballclub geworden ist. Er kümmert sich, packt an - und ist aktiv dabei. Auch als Spieler agiert er in unserer 1b und in der AH. “Glück auf, Christoph”, privat, beruflich und sportlich.